Paolo Iashvili

Artist: Gagosh
Year: 2026
Location: Tbilisi
Adress: Paolo Iashvili st
Category: Stencil
Topics: Literature, Portrait, Society

Stencil of Paolo Iashvili on the occasion of his birthday, created on the street named after him in Tbilisi's Old Town.

Paolo Iashvili was a Georgian poet and one of the leading figures of the Georgian Symbolist movement, known as the Blue Horns group. He played a key role in modern Georgian literature in the early 20th century and is remembered both for his influential poetry and his tragic suicide during the Stalinist purges in 1937.

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Stencil Mural von Paolo Iashvili (dt. Paolo Iaschwili) in der nach ihm benannten Straße in der Altstadt von Tbilisi.

Paolo Iashvili war einer der bedeutendsten georgischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1915 gründete er gemeinsam mit Grigol Robakidze, Titsian Tabidze, Valerian Gaprindashvili, Kolau Nadiradze, Sandro Tsirekidze und weiteren jungen Autoren die avantgardistische literarische Vereinigung "Die Blauen Hörner" (Tsisperi Qantsebi), als Gegenbewegung zum Realismus und den bürgerlich-gesellschaftlichen Strömungen.

Seine Poesie fußt auf Fakten und exakten Zeugnissen seiner Empfindungen. Sie ist der modernen europäischen Prosa verwandt: Belyi, Hamsun, Proust, und wie ihre Dichtungen voll erfrischender, unerwarteter und genauer Beobachtungen. Es ist höchste schöpferische Poesie.

Boris Pasternak über Paolo Iashvili

Nach der sowjetischen Besetzung Georgiens passte sich Iashvili zunehmend den politischen Vorgaben an. Dennoch geriet er während der stalinistischen Säuberungen zunehmend unter Druck. Er wurde wiederholt verhört und sollte belastende Aussagen gegen seine engsten Freunde und Schriftstellerkollegen machen.

Am 22. Juli 1937 nahm sich Paolo Iashvili während einer Sitzung des georgischen Schriftstellerverbands im Schriftstellerhaus in Tbilisi das Leben. Anschließend wurde er von den sowjetischen Behörden als "Volksfeind" diffamiert, seine Werke verschwanden aus der Öffentlichkeit und sein Name durfte über Jahre kaum erwähnt werden.

Erst nach Stalins Tod, während der Chruschtschow-Tauwetterperiode, wurde er rehabilitiert. 1955 erschien erstmals wieder ein Gedichtband, 1959 folgte eine umfangreiche Werkausgabe.

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